Rapid Molding

Rapid Molding für schnellere Produktentwicklung.

Von der fertigungsgerechten Bauteilentwicklung bis zur Produktion – flexibel abgestimmt auf Reifegrad, Stückzahl und Zieltermin.

Definition

Was ist Rapid Molding?

Rapid Molding verbindet beschleunigtes Werkzeug-Engineering mit realer Spritzgussproduktion. Dadurch entstehen keine blossen Anschauungsmodelle, sondern Bauteile im vorgesehenen Material und Herstellungsprozess.

  • Die Produktion erfolgt im Spritzguss.
  • 3D-Druck dient nicht als Ersatz für die Spritzgussproduktion.
  • Fräsen und additive Fertigung beschleunigen Engineering und Werkzeugherstellung.
  • Ziel sind reale, seriennahe oder serienfähige Bauteile.

Vorteile

Warum Chronoject?

  • 01Geschwindigkeit statt ausschliesslicher Optimierung auf Stückkosten
  • 02Parallelisierung von Engineering und Produktionsentwicklung
  • 03stückzahlgerechte Werkzeugkonzepte
  • 04direkte Abstimmung zwischen Entwicklung, Werkzeugherstellung und Produktion
  • 05Skalierung ohne frühzeitige Überdimensionierung
  • 06lokale Umsetzung in der Schweiz
  • 07kurze Entscheidungs- und Kommunikationswege

Projektmatrix

Die Rapid-Molding-Matrix

Nicht jedes Projekt startet am gleichen Punkt. Manche Kunden liefern werkzeugfertige Daten, andere benötigen Unterstützung bei der fertigungsgerechten Auslegung. Gleichzeitig unterscheiden sich Projekte stark hinsichtlich Stückzahl, Zieltermin und Risikoprofil. Die Rapid-Molding-Matrix verbindet diese Dimensionen zu einer passenden Projektkonfiguration.

Rapid-Molding-Matrix: Engineering-Stufe nach Stückzahlbereich
Engineering-StufeA1–10 TeileB11–100 TeileC101–10’000 Teile
1As-is ProductionWerkzeugfertige DatenA1B1C1
2Production ReadyPrüfung und OptimierungA2B2C2
3Performance EngineeringFertigungsgerechte AuslegungA3B3C3

Engineering-Stufen

Drei Stufen der Engineering-Verantwortung

1

As-is Production

Geeignet für Kunden mit vollständig werkzeugfertigen Daten.

Chronoject übernimmt

  • Werkzeugumsetzung
  • Werkzeugherstellung
  • Teilefertigung
  • transparente Rückmeldung bei zusätzlichen Aufwänden

Der Kunde verantwortet

  • Bauteilfunktion
  • Toleranzdefinition
  • fertigungsgerechte Geometrie
  • Trennlinie
  • Werkzeugkonzept in den gelieferten Daten
Kurzform

Sie liefern werkzeugfertige Daten. Wir setzen Werkzeug und Produktion um.

2

Production Ready

Geeignet für grundsätzlich produktionsfähige Konstruktionen, die noch eine fertigungstechnische Prüfung und begrenzte Optimierung benötigen.

Chronoject übernimmt

  • Prüfung der Produktionsfähigkeit
  • Sicherstellung einer stabilen und reproduzierbaren Fertigung
  • begrenzte Geometrieanpassungen
  • Optimierung des Produktionsprozesses
  • transparente Abgrenzung zusätzlichen Engineering-Aufwands

Der Kunde verantwortet

  • Bauteilfunktion
  • funktionale Auslegung
  • grundsätzliche Toleranzdefinition
Kurzform

Ihre Konstruktion ist grundsätzlich produktionsfähig. Wir machen sie robust für Werkzeug und Produktion.

3

Performance Engineering

Geeignet für Kunden mit einem Bauteil-CAD, bei dem die fertigungsgerechte Auslegung noch vollständig entwickelt werden muss.

Chronoject übernimmt

  • Trennlinienkonzept
  • Werkzeugkonzept
  • Anspritzstrategie
  • Entformstrategie
  • Optimierung der Geometrie
  • Optimierung von Füllverhalten
  • Optimierung von Verzugsverhalten
  • Toleranzumsetzung
  • Form- und Lagestabilität
  • Oberflächenumsetzung
  • Vorbereitung der Serienfähigkeit

Der Kunde verantwortet

  • funktionale Produktanforderungen
  • funktionale Zielgeometrie
  • Anwendungsanforderungen
Kurzform

Sie liefern das Bauteil-CAD und die funktionalen Anforderungen. Wir übernehmen die fertigungsgerechte Umsetzung.

Stückzahlstrategie

Engineering einmal entwickeln. Produktionskapazität bedarfsgerecht erweitern.

Das Engineering muss nicht für jedes Folgewerkzeug wiederholt werden. Nach erfolgreicher Bauteil- und Prozessentwicklung können weitere Werkzeuge gezielt für zusätzliche Produktionsmengen hergestellt werden.

  • klein starten
  • reale Markttests durchführen
  • Pilotserien produzieren
  • Folgewerkzeuge bedarfsgerecht ergänzen
  • Investitionen schrittweise freigeben
  • Produktionsrisiken reduzieren

Werkzeugkonzept

Werkzeuge, die zur Produktionsmenge passen

Die Werkzeuge werden gezielt auf die vereinbarte Produktionsmenge und Projektphase ausgelegt. Dadurch werden unnötige Investitionen in eine weit höhere Werkzeuglebensdauer vermieden.

Die Werkzeuge verbleiben bei Chronoject und werden für die vereinbarte Produktion eingesetzt.

Anwendungsfälle

Wofür Rapid Molding eingesetzt wird

  • seriennahe Funktionsprototypen
  • Pilotserien
  • Markttests
  • Designvalidierung
  • Materialvalidierung
  • Vorserien
  • kleine und mittlere Serien
  • Variantenproduktion
  • Produktionsüberbrückung
  • temporäre Kapazitätserweiterung
  • Ersatz bis zur Fertigstellung eines Serienwerkzeugs

FAQ

Häufige Fragen

Welche Daten werden für eine Anfrage benötigt?

Für eine erste Einschätzung genügen eine kurze Projektbeschreibung, die ungefähre Stückzahl und der gewünschte Termin. Vertrauliche CAD-Daten sind für den Erstkontakt nicht erforderlich.

Ist Rapid Molding auch mit einem bestehenden CAD möglich?

Ja. Je nach Reifegrad der Daten setzen wir auf der Stufe As-is Production, Production Ready oder Performance Engineering auf.

Welche Materialien können verarbeitet werden?

Wir verarbeiten ein breites Spektrum an Thermoplasten, technischen Kunststoffen, faserverstärkten Materialien und Elastomeren. Die Eignung wird projektspezifisch geprüft.

Welche Toleranzen sind erreichbar?

Chronoject produziert standardmässig innerhalb üblicher Spritzgusstoleranzen. Engere dimensionale, Form- und Lagetoleranzen können projektspezifisch durch zusätzliches Engineering, Prozessoptimierung und entsprechende Prüfungen umgesetzt werden.

Wem gehört das Werkzeug?

Die Werkzeuge verbleiben bei Chronoject und werden für die vereinbarte Produktion eingesetzt. Das bereits geleistete Engineering kann in der Regel für Folgewerkzeuge übernommen werden.

Wie schnell kann produziert werden?

Bei geeigneten Expressprojekten liegen zwischen Engineering und erstem Spritzgussteil rund sieben Arbeitstage. Der tatsächliche Termin ergibt sich aus Reifegrad, Geometrie, Material und Stückzahl.

Für welche Bauteilgrössen eignet sich das Verfahren?

Die Standardbasis liegt bei kompakten Bauteilen bis ca. 350 × 350 × 300 mm. Grössere Bauteile prüfen wir projektspezifisch.

Was passiert nach Erreichen der vorgesehenen Werkzeugmenge?

Je nach Zustand und Auslegung kann das bestehende Werkzeug weiterverwendet oder ein weiteres stückzahloptimiertes Werkzeug hergestellt werden. Das bereits geleistete Engineering kann dabei in der Regel übernommen werden.

Sind Folgewerkzeuge möglich?

Ja. Nach erfolgreicher Bauteil- und Prozessentwicklung können weitere Werkzeuge gezielt für zusätzliche Produktionsmengen hergestellt werden.

Können bestehende Werkzeuge übernommen werden?

Das prüfen wir projektspezifisch anhand von Zustand, Auslegung und Dokumentation des Werkzeugs.

Sind Einlegeteile oder Schieber möglich?

Ja, nach projektspezifischer Prüfung. Metallische und technische Einlegeteile lassen sich in den Prozess integrieren.

Können Kabel und Steckverbinder umspritzt werden?

Ja. Dazu gehören Zugentlastung, Abdichtung, Knickschutz und definierte Materialübergänge – auch in Klein- und Pilotserien.

Wie unterscheiden sich Rapid Molding und 3D-Druck?

Rapid Molding produziert im Spritzguss und damit im vorgesehenen Material und Herstellungsprozess. 3D-Druck nutzen wir für Entwicklungsmodelle, Vorrichtungen und Werkzeugkomponenten – nicht als Ersatz für die Spritzgussproduktion.

Wie wird die Machbarkeit geprüft?

Wir prüfen Ihr Projekt technisch und wirtschaftlich: Geometrie, Material, Stückzahl, Termin und Engineering-Aufwand. Die Rückmeldung erfolgt in der Regel innerhalb von 24 Stunden.

Sie möchten wissen, ob Ihr Bauteil für Rapid Molding geeignet ist?

Projekt anfragen

Wir prüfen Ihre Anfrage und melden uns in der Regel innerhalb von 24 Stunden.